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"Jung. Macht. Politik." Goodbye Boomer!

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Goodbye, Boomer!

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Etwa 49 Jahre alt, gebildet und männlich – so lässt sich der durchschnittliche Politiker im deutschen Bundestag beschreiben. Doch die Bevölkerung in Deutschland ist vielfältiger – und auch die Generation unter 35 möchte gehört werden. 

Der klassische Einstieg über die Parteipolitik ist dabei nicht für alle der richtige Weg. Junge Menschen engagieren sich zwar als Berufspolitiker*innen, aber eben auch als Musiker*innen, Influencer*innen, Protestler*innen oder Aktivist*innen.

Wir stellen sie Euch vor, die neuen Gesichter im Kosmos Politik: Sie sind - mit einer Ausnahme - zumeist deutlich unter 35,  haben vielfältige Hintergründe und stehen für verschiedene Bewegungen und Parteien. Und: Die Sammlung wächst. Mit dem Ziel, ein möglichst breites Spektrum an Ideen und Charakteren abzubilden. Wo dies im Einzelnen (noch) nicht gelungen ist, dürft Ihr davon ausgehen, dass wir nichts unversucht gelassen haben.

Denn egal, welchen Weg sie wählen, sie alle haben etwas gemeinsam. Sie wollen Einfluss nehmen, auf die Welt, in der wir leben.
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„Ich habe ja mit Politik nichts am Hut, aber …“ – das ist ein Satz, den Sarah-Lee Heinrich oft hört. Vor allem, wenn sie mit Menschen spricht, die arm sind. Dabei seien gerade diese oft sehr politisch, denn sie erleben die Auswirkungen von schlechter Politik, sagt sie. „Politik muss nicht nur heißen, in irgendwelchen langweiligen Mitgliederversammlungen zu sitzen, sondern etwas gegen gesellschaftliche Missstände zu tun.“ Selbst aktiv wird aber kaum jemand. Klar ist: Wer arm ist, hat oft nur wenig Zeit für politisches Engagement. Dagegen will die 20-Jährige etwas tun.

Politik, das müsse nicht nur etwas für reiche Menschen sein. Sondern für alle. Sie selbst zeigt, wie es funktionieren kann: Sarah-Lee Heinrich ist eine der wenigen Ausnahmen im Politikbetrieb, die nicht vom Privileg finanzieller Absicherung profitieren konnte. Aufgewachsen in einer armen Familie, erregte sie vor zwei Jahren mit einem Twitter-Thread deutschlandweit Aufmerksamkeit.

„Hartz 4 ist der größte Scheiss“ – dieser Satz veränderte ihr Leben. Sie war wütend darüber, dass sie von 450 Euro Gehalt nur 100 Euro behalten durfte. Viel zu wenig, um sich ein WG-Zimmer, ein paar Möbel oder den Führerschein leisten zu können. Der Rest von ihrem Gehalt hätte nämlich das Arbeitsamt bekommen, weil ihre Mutter Hartz IV bezogen habe. Mit einem Schlag – oder Tweet – stand die damals 18-Jährige im Rampenlicht. Über 3000 Mal wurden Ihre Aussagen rund um „Hartz 4 ist der größte Scheiss” bei Twitter geteilt. In Talkshows und Interviews sprach sie über die Probleme von Menschen, die manchmal nicht einmal wissen, wie sie ihre nächste Mahlzeit bezahlen solle. „Wir denken, es geht allen Menschen gut, aber das stimmt nicht“, sagt sie.

Für Sarah-Lee Heinrich ist klar: Wer arm ist, hat oft keine Kraft mehr, sich politisch zu engagieren. Wie hat sie es geschafft? Mit Glück! Bereits in der Schulzeit hatte sie Lehrer*innen, die sie förderten. Und: genug Durchhaltevermögen. Heinrich arbeite jede Woche knapp 30 Stunden für die Grüne Jugend – unbezahlt. Zeit, die fehlt, um jobben zu gehen. Ihr Studium finanziert ein Stipendium. Heinrich kämpft weiter. Bei der Grünen Jugend engagiert sie sich gegen Kinderarmut und Hartz IV. Bereut sie heute, zwei Jahre später, ihren Tweet? „Direkt nachdem ich ihn abgeschickt habe, habe ich ihn bereut“, sagt Heinrich. Inzwischen sei sie froh über die Debatte, die sie damit angestoßen habe.

Ist es gerecht, dass vielen Menschen aufgrund ihrer Herkunft, ihres Geschlechts, ihrer Religion, wegen einer Behinderung oder zu geringem Einkommen der Weg in die Politik verwehrt bleibt? Sarah-Lee Heinrich hat eine klare Meinung.
Multimedia-Special "Arena der Privilegierten"


Autorin: Katja Neitemeier
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Ein Nachtmensch war Hendrik Meier schon immer. „Egal ob Hausarbeiten oder Musik machen, ich habe das immer nachts am liebsten gemacht“, sagt der 29-Jährige. Da sei es nur konsequent, dass er im Sommer 2018 Deutschlands erster Nachtbürgermeister in Mannheim wurde, sagt Meier lachend.

Wer sich Meiers Lebenslauf anschaut, könnte denken, alle seine Entscheidungen hätten ihn auf diesen Job vorbereitet. Nach der Schule zieht er aus seiner bayrischen, beschaulichen Heimatstadt Eckental nach Nürnberg, um Veranstaltungsmanagement zu studieren. „Da habe ich gemerkt, wie identitätsstiftend so ein Kulturkosmos sein kann.“ Das wollte Meier auch in seinem Job erleben. Während seines Masters an der Popakademie in Mannheim gründete er eine Booking-Agentur, die laut Meier Auftritte in ganz Europa organisierte. Zum Ende seines Masterstudiums kam das nächste Kapitel in seinen Lebenslauf. Gerade zum richtigen Zeitpunkt schuf die Stadt Mannheim den Posten des Nachtbürgermeisters. Meier bewarb sich – und bekam das Amt.

Mittlerweile ist Meier seit rund zwei Jahren bekannt als Deutschlands erster Nachbürgermeister. Er sei zum Vermittler und Zuhörer, Freund und Ansprechpartner für das Mannheimer Nachtleben geworden, sagt er. Angefangen hat alles mit einer halben Stelle und 1000 Euro Gehalt – mittlerweile ist es eine Vollzeitstelle. „Ich habe aber eigentlich schon immer mehr als 40 Stunden gearbeitet“, sagt Meier. Feierabend kennt der 29-Jährige seit einigen Jahren nicht mehr. Er wohnt an seinem Arbeitsort, im Jungbusch. In dem früheren Rotlichtviertel Mannheims verbringen heute Studierende und andere Feierwütige ihre Nächte. „Egal, wann ich vor die Tür gehe, ich krieg immer ein Bier in die Hand und treffe mindestens drei Leute, die mit mir reden wollen“, sagt Meier. Das koste Zeit, sei aber in Ordnung. „So einen Job macht man nur, wenn man hundert Prozent davon überzeugt ist.“  

Auch wenn er meistens tagsüber arbeitet, die Nacht hat Meier in sein Herz geschlossen. „Nacht bedeutet für mich Freiheit“, sagt er und schiebt direkt lachend hinterher: „Das klingt total pathetisch.“ Nur eines kann Meier nicht leiden: Alltag. Und deshalb wird er auch Ende des Jahres sein Amt an einen Nachfolger abgeben. Pläne für die Zukunft hat er auch schon: „Ich würde gerne promovieren.“ Thema? Natürlich Clubkultur.  

Autorin: Mona Wenisch
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„Bad at spelling”, steht oben auf dem Twitter- und Instagram-Profil von Helena Marschall: Schlecht in Rechtschreibung. „In fast jedem meiner Tweets kommt bestimmt ein Fehler vor, aber wenigstens kann niemand sagen, ich hätte nicht vorgewarnt“, sagt sie lachend.

Den Kritikern also direkt mal den Wind aus den Segeln nehmen. Das tut sie auch in Bezug auf Fridays for Future, jene Bewegung die Klimaschutz und Erderwärmung ganz hoch ins Bewusstsein der Bevölkerung katapultiert hat. Und die sie selbst mit aufgebaut hat. „Wir haben nie behauptet, dass wir ganz genau wissen, was zu tun ist. Wir verweisen nur immer wieder auf wissenschaftliche Fakten.“ Und mit denen ist Helena Marschall aufgewachsen: Ihre Eltern sind beide Biologen, mit der Klimaproblematik kam sie früh in Berührung. Ein „privilegierter Haushalt“, wie sie selbst sagt. Als sie Ende 2018 anfing, freitags der Schule fern zu bleiben, beäugten das auch die Eltern kritisch. 150 Mitglieder waren damals in der Fridays-for-Future-Whatsapp-Gruppe.
Wie groß die Bewegung werden sollte, hätten sie selbst wohl am wenigsten gedacht: „Wir sind so imperfekt“, sagt Helena Marschall mehrmals und wirkt immer noch ungläubig.  

Ob sie stolz ist? Sie rollt mit den Augen. Das tut sie, wenn sie überlegt. „Stolz nicht, eher selbstzynisch. Politisch haben wir bisher noch nicht viel erreicht.“ Aber bedeutet mehr Aufmerksamkeit auch mehr Druck? „Schon, aber es ist schwierig, in einer inkonsequenten Welt konsequent zu sein.“ Und wenn sie mal mit Plastik-Brötchentüte erwischt wird, müsse man eben diskutieren, warum der Bäcker überhaupt noch Plastiktüten hat. Aufmerksamkeit bekam Helena Marschall vor allem, als sie im Februar 2020 eine Rede auf der Siemens-Hauptversammlung halten konnte. „Ich war schon nervös, aber es gibt schlimmeres als auf einer Bühne zu stehen. Die Erderwärmung zum Beispiel oder fehlende Digitalisierung.“  

Die Bühne kennt sie vom Theater- und Saxophonspielen. Im vergangenen Jahr hat Marschall den Fridays-Sommerkongress in Dortmund mitorganisiert, Ende Juni ihr Abi-Zeugnis abgeholt. „Die letzten anderthalb Jahre haben mir gezeigt, wie leistungsstark ich sein kann“, sagt sie. Gerade ist sie nach Berlin geflüchtet, raus aus dem Elternhaus in Frankfurt. Denn: „Während des Corona-Lockdowns die ganze Zeit zuhause zu bleiben und wenig tun zu können – das ist mir schwer gefallen.“

Autor: Fabian Dombrowski
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Andere stecken mit 25 noch im Studium, reisen um die Welt; manche arbeiten schon oder haben längst eine Familie gegründet. Bürgermeister, das sind allerdings die Wenigsten mit 25.

Julian Schweitzer, heute 28, ist seit knapp drei Jahren Bürgermeister von Bad Endbach, einer Gemeinde etwa 50 Kilometer nördlich von Gießen. Warum? Um Dinge anzupacken und zu verändern, sagt er.

Schweitzer ist nach wie vor der jüngste Bürgermeister in Hessen. Sein Alter war bisher kein Nachteil, sagt er. Mit viel Energie und Euphorie ginge er vor, sagt Schweitzer im Gespräch. Wer glaubt, Schweitzer sei einer, der sich früh die Altersvorsorge sichern wolle und nur deshalb Bürgermeister geworden sei, der irrt: „Ich müsste bis 55 Bürgermeister sein, um Anspruch auf eine Pension zu haben“, sagt er. Schweitzer will in Bad Endbach etwas bewegen. „Die Möglichkeit, Dinge zu verändern und anderen ein Vorbild zu sein", reize ihn.

Diese Uneigennützigkeit nimmt man ihm ab. Bürgermeister ist man aber nicht auf Lebenszeit. Nach Ende seiner Amtszeit könne Schweitzer in seinen alten Beruf als Sozialpädagoge zurück. Dabei nützten ihm seine Fähigkeiten aus dem Beruf auch im Amt: „Ich bezeichne mich selbst gerne als sozialpädagogischer Bürgermeister.“ Soll heißen: Er kann mit gut mit Menschen. Machtgehabe und Konkurrenzkämpfe vermeidet er, dafür habe er erst einmal seine Mitarbeiter*innen kennen lernen wollen.

Als Quereinsteiger war er es, der den Alltag in einer Behörde erst einmal verstehen musste. Mittlerweile scheint er im Amt angekommen. Sind Sozialpädagogen vielleicht sogar die besseren Politiker? „Ich denke es schadet nicht“, sagt Schweitzer.

Wie kam Schweitzer überhaupt in die Politik? Er sagt: Durch Zufall. Bevor er Bürgermeister wurde, war Schweitzer im SPD-Ortsverein aktiv. Gemeinsam mit anderen Mitgliedern suchte er nach geeigneten Bürgermeisterkandidaten*innen für die anstehende Kommunalwahl. Dort ist auch die Idee entstanden, dass er bei der nächsten Kommunalwahl antreten könnte.

Seitdem hat sich sein Leben stark verändert: Bürgermeister sein heißt auch, ein Stück seines Privatlebens abzugeben und sich umzustellen: „Ich musste mich auf jeden Fall daran gewöhnen, auf Veranstaltungen den ganzen Abend an einem Radler zu nuckeln, damit ich mit jedem anstoßen kann“, sagt er. Wirklich Dienstschluss hat er nie. Was er dafür bekommt? Er kann etwas bewirken, vor Ort: „Junge Menschen wollen oft in die Politik, weil sie die Welt verändern wollen“, sagt Schweitzer.

Dabei beginne die Welt vor der eigenen Haustür. Deswegen setzt er sich für junge Menschen, die in der Kommunalpolitik aktiv werden wollen, ein. Damit er nicht der einzige hessische Bürgermeister unter 30 bleibt. 

Autorin: Katja Neitemeier
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Ohne Politik? Funktioniert für Franca Bauernfeind nicht. „Ich bin schon früher in der Schule mit meiner Hartnäckigkeit allen anderen auf den Geist gegangen“, sagt sie. Der 21 Jahre alten stellvertretenden Bundesvorsitzenden des Rings Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) war eines schon immer wichtig: ihre Meinung zu sagen – und andere zu überzeugen.

An der Universität Erfurt wurde aus dieser Einstellung der Einstieg in die politische Karriere. „Ich habe immer ganz frei heraus erzählt, dass ich in der Jungen Union bin und habe viele ungläubige Blicke bekommen“, sagt Bauernfeind. An der Uni fand sie jedoch Gleichgesinnte: Beim RCDS, einer CDU-nahen Hochschulgruppe. Für Bauernfeind ist die Gruppe eine Plattform, um den politischen Alltag kennenzulernen und Verantwortung zu übernehmen.

Als Schlüsselerlebnis bezeichnet sie eine Sitzung in einem Hochschulgremium: Gemeinsam mit anderen Vertreter*innen der Universität diskutierte sie über eine neue Prüfungsordnung. Das Konzept, das schließlich angenommen wurde, schrieb Bauernfeind. „Ein tolles Gefühl“, sagt sie. Eines, das man laut Bauernfeind beim RCDS erfahren darf, bei der Jungen Union, also der Parteijugendorganisation von CDU und CSU, eher nicht.

In der Hochschulpolitik können laut Bauernfeind Studierende Dinge im Kleinen verändern und so Alltag in der Politik trainieren. Inzwischen ist Bauernfeind stellvertretende Bundesvorsitzende des RCDS. Zwar ist sie auch in der Jungen Union, aber vor allem in der Hochschulpolitik aktiv. Ob sie den Sprung in die Landes-, oder Bundespolitik wagen will? „Wer in die Politik geht, entscheidet sich, sein Privatleben in großen Teilen aufzugeben.“ Franca Bauernfeind ist unentschlossen. Sie könne sich auch vorstellen, stattdessen als Beraterin Politikern zur Seite zu stehen. Denn: „Ganz ohne Politik kann ich nicht.“

Autorin: Katja Neitemeier

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Robin Balzereit kennt Gebäude von innen, in die es nicht viele Menschen schaffen: Seit 2016 sitzt er im Wiesbadener Jugendparlament, 2019 repräsentierte er Deutschlands Jugend gar vor dem Europarat in Straßburg. Außerdem hat er die Hessische Union zur Stärkung von Kinder- und Jugendinteressen gegründet. Und das alles gerade einmal mit 19 Jahren.

Eine Idee, was aus ihm werden sollte, hatte er bereits als zwölf Jahre alter Schüler: „Mir wurde klar, dass nicht alles am Status Quo gut ist und es Veränderungen braucht“, erzählt Balzereit. Andere in dieser Situation würden vermutlich auf Demonstrationen Luft ablassen oder niedrigschwellig etwa in einer NGO starten. Balzereit aber entschied sich für den Weg des Parlamentarismus. „Für mich ist der formale Weg absolut attraktiv“, sagt FDP-Mitglied Balzereit. „Ich habe Freude daran, Anträge zu schreiben und vor Leuten zu reden.“ Talent für Letzteres bringt Balzereit mit, wenngleich er selbst „noch Luft nach oben“ sieht. Mit 19 Jahren einerseits logisch, aber eben auch eine erfrischende Selbstwahrnehmung.

Balzereit hat klare Ziele, möchte gerne in die „Erwachsenen“-Politik wechseln, sofern es dem Willen der Wähler*innen entspricht. Es müsse aber nicht zwangsläufig die bundespolitische Bühne oder gar das Europaparlament sein: „Wenn ich feststelle, dass das Kommunale der Ort für Veränderung ist, werde ich hierbleiben und nicht aus politischen Ambitionen eine weitere Ebene erklimmen“, sagt Balzereit.

Bei einem erst 19 Jahre alten, aber schon so erfahren wirkenden Nachwuchspolitiker sei dem Journalisten die Frage verziehen: Wie fanden das denn dessen Eltern? Laut Balzereit reagierten sie zunächst, vorsichtig formuliert, verhalten auf seine Pläne. Mittlerweile seien aber ein „lockeres Verständnis“ und Toleranz entstanden.

Balzereit selbst scheint auf dem Boden geblieben. Derzeit macht er eine Ausbildung zum Rettungssanitäter im Rahmen seines Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ). „Ich wollte Gutes tun und habe mich aus Überzeugung für diesen Weg entschieden“, sagt Balzereit. Im Herbst, nach dem FSJ, will er ein Jurastudium beginnen.

All diese Verpflichtungen kosten Balzereit eine Menge Zeit. Freie Wochenenden gibt es nur wenige. Und selbst dann bleibt er in Bewegung: Mit Freunden tourt er auf dem Fahrrad oder im Zug durch Deutschland und Europa.  

Balzereit hinterlässt Eindruck. Auch bei seinen ehemaligen Mitschüler*innen, wenn man dem Abitur-Heft glauben schenken mag. Dort wurde er bereits als Future Bundeskanzler bezeichnet. Das Kanzleramt kennt er ja auch noch nicht von innen.

Autor: Björn Hahn
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Angefangen hat alles mit einem Missverständnis. Ein ostdeutscher Winter Anfang der Nullerjahre. Einige Unbekannte spenden Weihnachtsgeschenke an eine Familie, die aus politischen Gründen von Pakistan in die Uckermark geflohen ist. Und die gar kein Weihnachten feiert – die zwei Erwachsenen und vier Kinder sind schließlich muslimisch. Trotzdem hat sich die Geste eingebrannt bei einer der Töchter: Hibba Kauser, geboren in einer Erstaufnahmeeinrichtung, heute Studentin und Trägerin des Offenbacher Integrationspreises.

Sie sagt, die Bescherung habe sie motiviert, anderen zu helfen. „Ich weiß genau, wie es ist, in einer Notlage zu sein und Unterstützung zu bekommen. Deshalb wollte ich immer schon für andere da sein.“ Die Auflistung ihrer einstigen und heutigen Einsatzfelder füllt deshalb mehrere Seiten des Journalistennotizblocks: Patenschaft für Kitakinder mit Migrationshintergrund, Besuch bei einsamen Senioren im Altenheim, Stadtschulsprecherin in Offenbach und Mitglied der Landesschülervertretung war sie. Organisatorin der lokalen Black-Lives-Matter-Bewegung, Demonstrantin bei Fridays for Future, Ehrenamtliche bei der Tafel und Juso-Vorstand ist sie. 2017 startete sie eine Petition gegen die Abschiebung afghanischer Berufsschüler aus Offenbach. Über 56.000 Unterschriften kamen zusammen.

Wenn politisch aktive Menschen Aktivist*innen sind, könnte man eine wie Hibba Kauser wohlwollend „Hyperaktivistin“ nennen. Was treibt eine junge Frau an, tausende Stunden ihres Lebens in uneigennütziges Engagement zu stecken? Den Sommer nach dem Abi nicht zu verjubeln, sondern auf kambodschanischen Mülldeponien ein Sozialprojekt zu begleiten? Hibba Kauser sagt, sie wolle eine bessere Welt. Aber sie weiß auch, dass man große Worte mit Taten füllen muss. „Realistisch ist doch: Utopien haben und gleichzeitig konkrete Vorstellungen entwickeln“, sagt sie.

„Wenn ich ein paar kleine Welten verändere, ist damit schon viel erreicht.“ Nach unserem Interview muss Hibba Kauser weiter: Eine Pressemitteilung mit Kritik an der örtlichen CDU will sie schreiben, dann gegen ein als rassistisch empfundenes Gemälde im Frankfurter Städel demonstrieren. „Selfcare ist auch wichtig“, sagt sie zwar. „Aber Rassismus macht keine Sommerpause.“

Autor: Finn Holitzka
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Treffen sich zwei wandelnde Rekorde: Als Lukas Schauder am Abend eines heißen Julitags mit der Forscherin Anna Lührmann livestreamt, diskutiert die jüngste (ehemalige) Bundestagsabgeordnete aller Zeiten mit dem jüngsten hessischen Parlamentarier der Geschichte.

Lukas Schauder, angehender Jurist, ist voll im Thema: Es geht um Rechtsextreme. Im Landtag gehört er zum Innen- und zum Rechtspolitischen Ausschuss. Trotzdem ist oft seine historische Jugendlichkeit Gesprächsstoff: „Durch dieses Alleinstellungsmerkmal bekomme ich natürlich viel Öffentlichkeit“, sagt Schauder. Er sehe das aber eher als eine Chance – und nutzt das Label auch zur Selbstvermarktung auf seinem YouTube-Kanal.

Und wenn man ihn so trifft, Nike-Latschen, psychedelischer Pulli am schlanken Körper, Krisselbart, stellt man fest, dass er sogar noch ein bisschen normaler, noch ein bisschen dreiundzwanzigjähriger ausschaut als auf Fotos: Ein netter Typ aus der Frankfurter Speckschicht, der gern die Ärzte und Rammstein hört.Und der es fad fand, dass in seiner Heimatstadt Kelkheim seit dem Weltkriegsende bis 2015 nur drei Bürgermeister regierten (alle CDU, zwei davon verwandt). Also ging’s über Engagement auf der Straße und im Kreistag in den Landtag. 

Man sollte sich aber nicht täuschen lassen von der kumpeligen Leichtigkeit, mit der er scherzen kann oder die anderen Abgeordneten beharrlich „meine lieben Kolleg*innen“ nennt: Der Student kann blitzschnell umschalten in einen sehr staatsmännischen, kompromisslosen Ton. „Ich finde es abstoßend, dass die im Parlament sind“, sagt er etwa über die AfD. Extremismus, Strafvollzug, Polizei – das sind schon harte Politikfelder für einen grünen Twentysomething. Aber Schauder hat klare Vorstellungen – politisch und persönlich. Und die sind nicht unbedingt politikertypisch: Wiedergewählt werden will er nämlich nicht. Nach der laufenden Legislaturperiode wird er nicht nochmal antreten, stattdessen erstmal das Jura-Studium beenden. 

Dass er bis dahin noch was vorhat, schmeckt man auch an seinen markigen Reden im Landtag. „Eine gute Rhetorik ist ein Vehikel“, sagt er. „Politik wird über Geschichten gemacht.“ Und eine, die sich besonders gut erzählen lässt ist eben die vom jüngsten hessischen MdL aller Zeiten.
  
Autor: Finn Holitzka
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Da soll mal noch einer sagen, die FDP mache nur Klientelpolitik für Hotelerben. Landtag Wiesbaden, Ende Mai, Wiebke Knell steht am Pult und sagt: „Die Wiederaufhebung der Schonzeit bei den Waschbären ist für die Rebhühner sicherlich die beste Erleichterung." Anderntags verficht sie einen Antrag gegen die vorherrschende „Wolfsromantik“, die einer Regelung für „rechtssicheres Entnehmen“ weichen müsse. Die jüngste FDP-Abgeordnete im hessischen Landtag ist studierte Politikwissenschaftlerin, Mutter – und Jägerin.

Im Schwalm-Eder-Kreis lebt sie im kleinen Neukirchner Stadtteil Nausis zwischen liberalgelben Rapsfeldern mit Mann, Tochter und Dori (Hund, nicht Fisch) und wünscht auch selbst noch gern „Waidmannsheil.“ Geduld darf man ihr auch abseits des Hochsitzes attestieren: 15 Jahre musste Wiebke Knell auf das anvisierte Mandat im Landtag warten. Mit 21 kandidierte die damalige JuLis-Politikerin erstmalig, doch erst nach fünf Versuchen gelang der Einzug ins Parlament – als Nachrückerin für die ehemalige Kultusministerin Nicola Beer, die nach Berlin wechselte.

„Die vorderen Listenplätze sind hart umkämpft auf Parteitagen“, sagt sie. Nur ein „Ausnahmetalent“ wie Christian Lindner komme da schnell nach oben. Als junge blonde Frau sei sie dagegen wahlweise für eine Praktikantin oder eine Art Britney Spears der Steuersenkungen gehalten worden – von der Medienöffentlichkeit, nicht innerhalb der Partei, wie sie betont. Allenfalls dass sie für Guido Westerwelles Wahlkampftour in Hessen auf jede Bühne geschleift wurde, sieht sie im Nachhinein kritisch. 

Vielleicht ist es aber auch das lange Ausharren, das Wiebke Knell zu einer immer noch jungen, aber gestandenen Politikerin gemacht hat. Vor der Berufspolitik arbeitete sie als PR-Frau. Dass sie auf unsere Presseanfrage hin selbst zum Telefonhörer greift, sicher nicht selbstverständlich für eine Landtagsabgeordnete. Nur für die Waschbären ist der späte Erfolg der Wiebke Knell keine gute Nachricht.

Autor: Finn Holitzka    
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Wenn Yannick Schwander sagt, er „verfolge keinen festen Karriereplan“, mag man ihm nicht so recht glauben. Schon der Treffpunkt vor dem Römer in Frankfurt ist ein Wink mit dem Zaunpfahl. Den hat der stellvertretende Vorsitzende der Jungen Union Hessen selbst vorgeschlagen. Im Frankfurter Rathaus – genauer: in der Stadtverordnetenversammlung – will der 32-Jährige nämlich in Zukunft sitzen. 2021 will er für die CDU kandidieren.

Es wäre das nächste Kapitel in einem Lebenslauf, der wie ein Leitfaden wirkt: Schwander wächst im Norden Frankfurts in direkter Nachbarschaft zu der langjährigen Oberbürgermeisterin Petra Roth auf. Sie wird sein Vorbild. Mit 19 Jahren tritt er in die CDU ein, schon davor sei er aber der „Christdemokratie immer verbunden“ gewesen. Politik-Studium, erste Ämter in der Jungen Union und der CDU und bald auch der ein oder andere Vorsitz folgen. Geld verdient Schwander als Pressesprecher der Stadt Bad Vilbel.

Jung und konservativ? Funktioniert, hat aber etwas Paradoxes. Etwa wenn Yannick Schwander erst fordert, moderne Themen wie Klima und Digitalisierung mehr in den Vordergrund zu stellen, wenige Momente später aber über Fridays for Future sagt: „Junge Leute müssen realistischer sein“. Man möchte fast meinen, angesichts solcher Sätze irgendwo in der Ferne einen ganzen CDU-Parteitag jubeln zu hören.

Und so hält Schwander auch von Quoten und „Gender-Gaga“ nichts. Stattdessen schwärmt er für die Union als Volkspartei und wünscht sich „Hessenkunde“ auf dem Lehrplan. Das passt zur Linie der Jungen Union, die schon immer rechts der Mutterpartei verläuft. Das Rennen um deren Vorsitz in Hessen hat er dennoch verloren. Der JU-Posten ist ein Sprungbrett, auch Ministerpräsident Bouffier hatte ihn schon inne. Es sei aber ein Klischee, dass „JUler immer nur Karriere im Sinn” hätten, beteuert Schwander. Und sagt; „Unser Motto ist 50 Prozent Politik, 50 Prozent Party. Das leben wir auf jeder Veranstaltung“.

Kompetent und freundlich, aber auch mal einen drauf machen – Yannick Schwander will nahbar wirken, analog wie digital. Auf allen sozialen Medien ist er aktiv, postet dort Kommentare zu Lokal- und Bundespolitik ebenso wie Fotos vom letzten Marathon oder seiner Meinung zum Spiel der Eintracht. „Politik ist ja genau das: Dass man auch was von sich zeigt“, sagt er und geht so auch die Arbeit als Ortsvorsteher von Nieder-Erlenbach an: „Ortsbeirat Live“ nennt er die Instagram-Storys, in denen er etwa zur nächsten Sitzung einlädt oder über den geplanten Radweg nach Nieder-Eschbach informiert.

Die Kommunalpolitik erfülle ihn, sagt Schwander, da stehe man in direktem Kontakt mit den Menschen. Das liegt ihm, keine Frage. Aber ob er da nicht nur die ganz kleinen Brötchen backe? „Ja“, sagt Yannick Schwander und lacht, „aber auch viele kleine Brötchen machen satt.“ Und schon wieder kommt man ins Grübeln, wie ernst er das meint. Schwanders bisheriger Karriereweg lässt jedenfalls vermuten, dass er irgendwann vielleicht doch die ganze Bäckerei übernehmen möchte.

Autorin: Maxie Römhild
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“Ich bin ein bisschen Paradiesvogel” - eine Selbsteinschätzung, die man Clemens Traub rein optisch nicht abnehmen würde: Strickpullover, große Brille, Hände in den Hosentaschen. Auch im Gespräch wirkt Traub ruhig und zurückhaltend. Doch das vermeintlich Ausgefallene ist nicht das Auftreten des 22-Jährigen. Es sind seine politischen Positionen, mit denen er polarisiert.

Der Brexit, die Wahl von Donald Trump, die Debatte um den Klimawandel - Ereignisse, die ihn dazu bewegt haben, selbst etwas zu unternehmen. Der junge Politikstudent wartet nicht darauf, dass sich etwas von alleine verändert. Als 18-Jähriger tritt er der SPD bei. Im vergangenen Jahr schließt er sich für drei Monate den Protesten der Fridays for Future-Bewegung an.

Die Breite der Bevölkerung im Kampf gegen den Klimawandel mitnehmen und diesen sozialverträglich gestalten - das steht ganzen oben auf der politischen Agenda von Clemens Traub.

Doch die anfängliche Begeisterung für Fridays for Future ist inzwischen einer schonungslosen Kritik gewichen. Die Forderungen der Klimaschutzbewegung hält Traub für weltfremd und abgekoppelt von den alltäglichen Sorgen vieler Menschen:  “Man sollte vor allem sehen, dass der Lebensalltag von ganz vielen Menschen sehr hart ist und es ihnen darum geht, am Ende des Monats ausreichend Geld zu haben, um ihre Miete und Rechnungen bezahlen zu können.” Für Traub ist die Frage nach einem klimabewussten Lebensstil auch eine soziale Frage - getreu dem Motto ‘Klimaschutz muss man sich leisten können’.

Clemens Traub wirft aber nicht nur der Klimabewegung vor, den Blick für die alltäglichen Sorgen der Menschen vermissen zu lassen. Sondern auch der SPD: Egal ob eben bei der Gestaltung der Klimapolitik, bei der politischen Prioritätensetzung oder beim Umgang mit der AfD - “das Gefühl der Bodenständigkeit” sei der SPD in der letzten Zeit “abhandengekommen”. Eine Haltung, mit der man sich, so Traub, wenig Freunde mache - weder bei der SPD, bei den Jusos noch bei anderen aus dem Lager der politischen Linken.

Aufgewachsen in einem kleinen Dorf in der Pfalz, ist Traub der Überzeugung, dass sowohl Fridays for Future als auch die politische Linke aus ihren großstädtischen Wohlfühlzonen herauskommen müssen. Auch dort, wo mit starker Gegenrede zu rechnen sei, müsse man präsent sein, um die Breite der Bevölkerung zu erreichen. Genau das mache eine Demokratie aus und diene dem Abbau von gegenseitigen Vorurteilen. „Am Ende hat man vielleicht sogar viel mehr Gemeinsamkeiten als man vorher gedacht hat”, sagt Clemens Traub, der sich trotz seiner Außenseiterrolle weiterhin in der SPD politisch beheimatet fühlt. Die sozialdemokratischen Flügel möchte sich der Exot trotz Gegenwindes nicht stutzen lassen.

Autor*innen: Eva-Maria Ermisch, Tobias Brenner
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„Sein Teenager-Herz hasste die 50 Prozent vom Bosporus in ihm immer mehr“, singt Sinu über sein früheres Ich. Sinu, der Singer-Songwriter ist und eigentlich Sinan Köylü heißt, war unzufrieden mit seiner Herkunft: Er ist in der Türkei geboren, hat in Izmir die ersten Jahre seiner Kindheit verbracht. Sein Vater stammt von dort, seine Mutter ist Deutsche.

Gerade als Jugendlicher hätten ihn Mitschülerinnen und Mitschüler oft auf seine türkischen Wurzeln reduziert, ihm manchmal rassistische Sprüche an den Kopf geworfen. Die Beleidigungen wollte Sinu nicht vergessen, habe sie sich aufgeschrieben, um sie später in einem Song zu verarbeiten. 2018 veröffentlicht er den Song „Bin ich deutsch?“ - eine Art wütende Antwort auf die diskriminierenden Erfahrungen von damals. Im Refrain singt Sinu „Deutschland, Deutschland, was hast du getan? Deutschland, Deutschland, warum machen du mich an?“. Die Worte sind bewusst gewählt, sie ähneln den Zeilen eines rassistischen Songs der Neonazi-Band "Zillertaler Türkenjäger”, der früher auf Sinus Schulhof im Umlauf war. „Ich wollte die Faschos mit den eigenen Waffen schlagen“, sagt er.

Heute, mit 27, fühlt sich Sinu, der seit 2012 in Mainz lebt, wohl mit seiner Identität. Er ist stolz auf seine türkische Herkunft, singt auch manchmal auf Türkisch: Wenn er das tut, gehen seine melancholischen, gefühlvollen Songs noch mehr unter die Haut. Sinu hat zwar in Mainz Geschichte und Englisch studiert, lebt aber heute von der Musik. Als rein politischen Musiker sieht er sich dabei nicht - sagt aber, dass sein neues Album, das Ende des Jahres erscheinen soll, auch konsum- und gesellschaftskritisch werde.

Kritisch äußert sich Sinu auf Instagram: Nach den Anschlägen von Hanau veröffentlicht er mehrere Posts, in denen er Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in Deutschland anprangert. Der Musiker wählt dabei deutliche Worte: „Du glaubst, Rassismus ist eine Meinung? Du glaubst, die Hetzer der AfD sind wählbar?“ Für Sinu tragen auch Künstler*innen dazu bei, dass diese Themen ihre nötige Aufmerksamkeit bekommen. Aber: Er warnt davor, dass die deutsche Gesellschaft bei dem Thema Rassismus abstumpfe: „Wir müssen aufpassen, nicht immun zu werden gegen Gewalttaten, gegen Bedrohungen, gegen all die Misslichkeiten, die Menschen nicht bio-deutscher Herkunft in Deutschland erfahren“.

Was Sinu zu Rapmusik sagt und wieso HipHop das wohl politischte Musikgenre der Gegenwart ist:
Rap als politisches Sprachrohr



Autor: Paul Siehthoff
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Autor*innen:
Fabian Dombrowski, Björn Hahn, Finn Holitzka, Katja Neitemeier, Maxie Römhild und Mona Wenisch

Grafiken:
Maxie Römhild

Redaktion:
Frederik von Castell, Klaudija Schnödewind, Kerstin Henninger

Diese Porträts sind Teil des Dossiers "Jung. Macht. Politik." - ein Projekt von Studierenden des Journalistischen Seminars der Universität Mainz in Zusammenarbeit mit hr-info.

Zum Dossier:
www.hr-inforadio.de/jungmachtpolitik

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